Wenn Angst zur Krankheit wird

Jeder Mensch hat manchmal Angst. Evolutionstechnisch ist diese Reaktion sinnvoll, damit Menschen in Gefahrensituationen angemessen reagieren. Darauf weist die Krankenkasse KKH hin.

Doch wie unterscheidet sich normale Angst von einer Phobie? Beispiel Zahnarzt: Wenn der Zahnarzt bohrt, dann schmerzt es. Trotzdem ist der Gang zum Dentisten spätestens dann angesagt, wenn Karies vorliegt. Um die Konfrontation mit ihrer Phobie zu vermeiden, gehen allerdings Personen mit so genannter Dentophobie sogar dann jahrelang nicht zum Zahnarzt, wenn sie starke Zahnschmerzen haben.

„Für Außenstehende ist es oft merkwürdig, wieso man Angst vor objektiv betrachtet harmlosen Dingen wie Lärm, Autos oder Büchern haben kann“, sagt Krankenkassenmitarbeiter Heiko Langer. „Akousticophobie, Motorphobie und Bibliophobie – was sich für viele eher lustig oder absurd anhört, verbinden die Betroffenen mit Zittern, Herzrasen und Magenschmerzen.“

Heilung

Je früher eine Phobie erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Vielversprechend ist meistens eine Verhaltenstherapie. Sie ist sinnvoll bei Phobikern, die in ihrem normalen Leben stark eingeschränkt sind, so die Experten. Deshalb wird sie oft bei Personen mit einer sozialen Phobie oder Agoraphobie angewandt. Jedoch muss nicht jede Phobie behandelt werden.

Wer beispielsweise Angst vor Schlangen hat, wird im Alltag kaum Probleme damit haben. Auffällig: Bei Frauen würden Phobien doppelt so oft diagnostiziert wie bei Männern.

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