Rauchstopp wirkt wie Psychopharmaka: antidepressiv, anxiolytisch und entspannend

Im Vergleich zu den Menschen, die weiter rauchten, verringerte ein Rauchstopp signifikant eine ganze Reihe von psychiatrischen Symptomen. Als quantitativer Maßstab wurde die standardisierte mittlere Differenz (SMD) gewählt. Das ist der Unterschied zwischen den Skalenwerten von vor dem Rauschstopp und danach, dividiert durch die Standardabweichung (SD). So vermeidet man in Metaanalysen die Verzerrung, die durch die Messung mit verschiedenen Scores zur Erfassung der Psychosymptomatik entsteht.

Die britischen Forscher fanden auf diese Weise, dass sich die Angstgefühle (SMD: -0,37), die Depressivität (-0,25), sowie eine Mischung aus Angst und Depression (SMD: -0,31) und schließlich Stress (SMD: -0,27) deutlich verminderten, wenn die Teilnehmer mit dem Rauchen aufhörten. Andererseits stiegen Lebensqualität (SMD: +0,22) und Gemütsverfassung (SMD: +0,40) deutlich an, wenn die Rauchentwöhnung erfolgreich war. Die Größe des Effektes war bei gesunden und psychisch kranken Menschen nahezu gleich.

Quelle: medscapemedizin.de

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