Mo. Nov 28th, 2022

Was kann ich in in Selbsthilfe gegen Ängste im Umgang mit Menschen tun?

Die Auslöser für den Verlust des Selbstwertgefühls sind oft in der frühen Kindheit zu suchen. Dem Baby und Kleinkind fehlte zeitweise durch einen Krankenhausaufenthalt oder durch Lieblosigkeit der Bezugsperson der enge und herzlich-liebevolle Kontakt – meist zur Mutter oder zum Vater, in Familien mit zwei Berufstätigen manchmal auch zu den Großeltern. Oder es wurde fast nur kritisiert und nur selten in Handlungen bestärkt. Das führte zum Verlust des angeborenen Urvertrauens – der unerschütterlichen Sicherheit, in dieser Welt geliebt zu werden und geborgen zu sein, was immer wir auch anstellen. Bei der durch Isolation begründeten Sozialphobie ist dieser Aspekt allerdings irrelevant, da das Selbstwertgefühl vor dem Beginn der Vereinsamung intakt war. So wird jeder Mensch früher oder später eine Sozialphobie entwickeln, wenn er aufgrund der Lebensumstände allein und ohne Alltags-Kontakte lebt.

Wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Aber wir können unseren persönlichen Auslöser der Phobie erkennen und uns vornehmen, damit bestmöglich umzugehen, das Vertrauen in uns selbst neu zu erlernen. Häufig steuern wir unbewusst unser Leben so, dass es für uns weitgehend konfliktfrei verläuft. Wir wählen beispielsweise einen Lebenspartner, welcher unser starkes Klammern erträgt. Die Angst vor dem Verlust des Anderen lässt uns einen Kokon der Zweisamkeit weben, welcher andere ausschließt. Dies ist für die Betroffenen nicht verkehrt, weil er hilft, die Anforderungen des Lebens irgendwie mit der eigenen Natur zu erfüllen. Darum sollten sich die Partner nicht um die Meinung Außenstehender scheren, welche mangelnden sozialen Umgang beklagen.

Aber dennoch – die Ängste können so umfassend sein, dass selbst das Einkaufen oder beispielsweise Kontakte zu anderen Eltern zum Wohle der Kinder nicht mehr ertragen werden. Und spätestens dann müssen wir handeln.

ganzen Artikel unter: http://www.chinnow.net/sozialangst.htm

Von Sebastian

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