Eine App gegen Depressionen

Die App Deprix soll gegen Depressionen helfen. Wissenschaftler aus Deutschland und der Schweiz bewerten das Programm positiv. Auch Nutzer äußerten sich begeistert. Die App hat allerdings auch ihre Grenzen – nicht nur wegen der Kosten von 300 Euro.

Studien über solche Depressionsprogramme gibt es bereits – sie basierten bisher allerdings nur auf Nutzeraussagen. Jetzt haben Ärzte und Psychologen 1.000 Depressive mit leichten und mittelschweren Symptomen über ein Jahr intensiv begleitet. Sie haben getan, was Depressive im Normalfall so tun: Sie haben sich in Psychotherapie begeben, waren auf einer Warteliste für eine Therapie, haben sich Medikamente verschreiben lassen oder auch gar nichts unternommen. 500 von ihnen hatten zusätzlich Zugang zum Internetprogramm. Das Ergebnis: Diejenigen, die das Programm nutzen konnten, fühlten sich schneller wieder besser.  Für Studienkoordinator Philipp Klein, Psychiater an der Uni Lübeck ist das Programm somit eine gute Maßnahme für schnelle Selbsthilfe – gerade für die Depressiven, die auf eine Behandlung warten oder für die eine Therapie gar nicht in Frage kommt, und dafür kann es viele Gründe geben.

Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.