Mo. Jul 22nd, 2024

    Schule war für Daniel der absolute Horror. Denn der heute 22-Jährige leidet unter Errötungsangst – einer psychischen Erkrankung, die sich bei vielen in der Pubertät bemerkbar macht. Daniel hatte Panik, dass die anderen etwas merken. Daher schwänzte er und nahm Drogen.

    Daniel List*, 22, ist ein lässiger Typ. Attraktiv, aufgeschlossen, kontaktfreudig. Er könnte mit sich zufrieden sein – würde er nicht ständig rot werden. Das kann peinlich sein. Doch bei Daniel ist es mehr. Bereits die Angst vor dem Erröten ist für ihn „der pure Horror“.

    Was auch viele seiner Freunde bis heute nicht wissen: Daniel leidet unter der psychischen Erkrankung Erythrophobie (von griechisch erythros = erröten und phobie = krankhafte Furcht).
    „Es ging los, als ich 13 Jahre alt war“, sagt Daniel. Während eines Familienurlaubs wurde ihm immer wieder heiß. Als eine Freundin ihn darauf ansprach, war er mit der Situation völlig überfordert. Von da an hatte er ständig das Gefühl, beobachtet und bloßgestellt zu werden. Denn wer rot wird, gilt als schüchtern oder verklemmt – und genau das wollte Daniel vermeiden. „Damit konnte ich einfach nicht umgehen“, sagt er. Es dauerte nicht lange und die Angst vor möglichen Peinlichkeiten bestimmte seinen kompletten Schulalltag. Daniel zog sich zurück, meldete sich kaum noch, schwänzte Referate.

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