Macht Grippe depressiv?

STUDIE: Grippe kann depressiv machen

Virusinfektionen wie Grippe können manchmal Depressionen auslösen. Forscher haben nun herausgefunden, woran das liegt. 

Virale Infekte wie zum Beispiel die Grippe verursachen häufig Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und ein für Depressionen typisches Verhalten. Dieses Phänomen haben Forscher schon häufiger beobachtet. Bislang war aber völlig unklar, wie Immunabwehr und psychische Veränderungen miteinander zusammenhängen. Forscher der Uniklinik Freiburg hat nun bei Mäusen den Grund dafür herausgefunden, schreibt die Uniklinik in einer Pressemitteilung. Da sich Mäuse und Menschen in Genetik und Stoffwechsel sehr ähnlich sind, lassen sich die Ergebnisse der Studie auch auf Menschen übertragen. Die Studie erschien im Fachmagazin „Immunity“ .

Protein hemmt eine Hirnregion
Verantwortlich ist demnach unter anderem das Protein CXCL10, das eigentlich die Virusabwehr steuert. Wie die Wissenschaftler feststellten, hemmt das Protein eine Hirnregion, die auch bei Depressionen während kognitiver Prozesse vermindert aktiv ist. Die Erkenntnisse könnten zukünftig Patienten helfen, die nach einer Virusinfektion oder nach einer Immuntherapie an depressiven Verstimmungen leiden.

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