Wenn das Telefonieren Angst macht

P1050648Um die Ängste zu überwinden hilft nur so häufig wie möglich zu telefonieren. Am besten fängt man mit den Freunden an per Telefon zu kommunizieren.

Einigen Menschen bereitet das Gespräch am Telefon jedoch puren Stress, der mit feuchten Händen und starkem Herzklopfen einhergeht. Wenn es erst einmal soweit ist, hat sich bereits eine soziale Phobie entwickelt.

Viele, die Angst vorm Telefonieren haben, greifen geschickt zu Alternativen indem sie beispielsweise lieber E-Mails verschicken. Sie hoffen dadurch, dass ihre Schwäche den Arbeitskollegen, Freunden und Bekannten nicht auffällt.

Es sind besonders die förmlichen Gespräche per Telefon, welche den Betroffenen die größten Sorgen bereiten. Wenn ihnen dann noch jemand beim Telefonieren zuhört, geht für Viele gar nichts mehr. Sie haben Angst zu stottern, sich zu verhaspeln und fürchten um ihr Ansehen.

Bei den Deutschen leiden immerhin drei Prozent an einer solchen sozialen Phobie. Tatsächlich haben aber weitaus mehr von uns ähnliche Symptome, fallen aber nicht so deutlich damit auf. Das unangenehme Angstgefühl lässt sich dadurch erklären, dass Telefonieren, trotz der vorhandenen räumlichen Distanz, eine gewisse Nähe zwischen den Gesprächspartnern erzeugt, die beinahe intim scheint. Dadurch entsteht bei einigen, besonders sensiblen, Menschen das Gefühl sich zurückziehen zu wollen, um nicht aufdringlich zu erscheinen. Sie möchten sich auf gar keinen Fall in den Vordergrund drängen. Direkter Kontakt fällt Telefon-Phobikern dagegen meist deutlich leichter.

Das hilft!

Um die Ängste zu überwinden hilft nur so häufig wie möglich zu telefonieren. Am besten fängt man mit den Freunden an per Telefon zu kommunizieren. Meist stellt sich dann heraus, dass die gefürchteten Symptome gar nicht eintreten. Trotzdem bedeutet bereits dieser erste Schritt für die meisten Betroffenen eine enorme Herausforderung.

Offen über die Ängste zu reden, ist die zweite Empfehlung. Trotzdem kostet wahrscheinlich jedes Telefonat eine gewisse Zeit lang große Überwindung. Bleibt die Belastung einfach zu groß, muss ein Psychotherapeut hinzugezogen werden. Angststörungen sind gut behandelbar, manchmal reichen schon wenige Termine aus.

Quelle: ARBEITSKREIS KRANKENVERSICHERUNGEN

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