„Tatort“-Kommissarin Adele Neuhauser – „Depressionen sind kein Makel“

In ihrer Rolle als alkoholkranke „Tatort“-Kommissarin Bibi Fellner herrscht bei Adele Neuhauser nicht immer eitel Sonnenschein – und auch im wahren Leben machte die Schauspielerin schon schwere Zeiten durch. In einem Interview sprach die 56-Jährige nun offen über ihr Leben mit Depressionen und den langen Weg aus der Krankheit hinaus. Betroffenen gibt sie den Rat, über ihr Leid zu sprechen.

„So viele Menschen stehen unter so hohem Druck, verschweigen ihre Depressionen, ihre Ängste, weil sie sie als Makel empfinden“, sagte Neuhauser der Zeitschrift „Brigitte“. „Man muss heute funktionieren. Dieses Verschweigen ist ein gefährlicher Akt.“ Denn Depressionen seien „kein Makel, das ist eine Notsituation“.

Sechs Suizidversuche

Neuhauser litt selbst unter Depressionen. Ihr Leiden begann in ihrer Kindheit, als ihre Eltern sich trennten und sie beim Vater wohnen blieb. Von der Fürsorge sei sie immer wieder gefragt worden, ob sie wirklich dort bleiben wolle. „Für mich war das immer so, als müsste ich aufs Neue eine Entscheidung gegen meine Mutter treffen.“ Mit zehn versuchte sie zum ersten Mal, sich das Leben zu nehmen. Fünf weitere Suizidversuche folgten.

Inzwischen jedoch hat sie die Krankheit hinter sich gelassen: „Ich habe mich wiedergeboren“, sagt Neuhauser von sich selbst. Sie habe lernen müssen, es zu wollen und ihr Leben anzunehmen. „Dass ich das geschafft habe, war wie ein Geschenk.“

Quelle: t-online

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