«Schüchterne Blasen» sind ein ernsthaftes Problem

Nicht urinieren können, wenn andere zuschauen – diese besondere Art Sozialphobie schränkt die Lebensqualität drastisch ein und ist weiter verbreitet, als man denkt.

Tatsache ist: Sonderlich behaglich sind Herren-Pissoirs nicht. Erst recht nicht, wenn «Mann» sich zwischen zwei andere, wildfremde Herren stellen muss, um etwas zu tun, was aus biologischen Gründen nur entspannt erledigt werden kann: Harn ablassen.

Hier beginnt für einen Teil der Männer – aber auch für manche Frauen – ein leidiges, meist verschwiegenes Problem: Sie können in Anwesenheit anderer Menschen nicht oder nur schwer loslassen. Bei manchen ist diese spezielle soziale Phobie namens Paruresis so arg, dass sie ausschliesslich zu Hause, auf dem vertrauten Lokus, loslassen können. Nicht umsonst wird die Störung auch «schüchterne Blase» genannt.

Der Ringmuskel muss sich lösen

Für deren Entleerung «muss der Ruhenerv, der Parasympathikus, aktiv werden», erklärt Verhaltenstherapeut Philipp Hammelstein, Leitender Psychologe der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste Aargau, in der Deutschen Angst-Zeitschrift (DAZ).

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