Schlafmangel und Depressionen

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe eröffnete in Leipzig ein neues Forschungszentrum Depression. Die Veranstaltung eröffnete die Rektorin der Universität Leipzig, Frau Prof. Dr. Schücking.

Im Forschungszentrum sollen künftig neue Therapieansätze entwickelt werden. So sei den Angaben zufolge unter anderem ein Forschungsprojekt zum Thema Schlafmangel bei Depression geplant. Untersucht werde außerdem die Wirkungsweise internetbasierter Selbstmanagementprogramme. Das Zentrum wird von der Deutsche Bahn Stiftung unterstützt.

Kunstauktion zugunsten der Stiftung

Schirmherr der Stiftung, Entertainer Harald Schmidt, wird im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung im Rahmen einer Auktion sechs Kunstwerke versteigern. Sie stammen aus dem Kreativwettbewerb „Face Depression“, an dem sich rund 450 Künstler aus aller Welt beteiligt hatten. Der Erlös der Versteigerung soll der Stiftung Depression zugute kommen.

Volkskrankheit Depression

Nach Angaben der Stiftung leiden vier Millionen Menschen in Deutschland an einer behandlungsbedürftigen Depression. Sie gehören zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Viele der jährlich 10.000 Suizide und etwa 150.000 Suizidversuche würden infolge einer Depression erfolgen. Die Sterblichkeit sei bei Betroffenen auch auf massive negative Einflüsse auf andere Erkrankungen, wie Herzerkrankungen oder Diabetes mellitus zurückzuführen.

Depression verursacht der Stiftung zufolge auch erhebliche Kosten für die Wirtschaft. In Deutschland würden die Kosten in Folge depressionsbedingter Frühberentungen bei ca. 1,5 Milliarden Euro jährlich liegen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums verursachen mehr als 300.000 depressive Erkrankungsfälle pro Jahr etwa elf Millionen Krankheitstage wegen Arbeitsunfähigkeit.

Quelle: mdr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*