Neue, erstaunliche Behandlungsmethoden sollen bei Depressionen helfen

Depressionen lassen sich nur schwer behandeln. Die Betroffenen leiden oft ein Leben lang, nur Antidepressiva und intensive Therapien helfen ihnen.

Doch Forscher der University of Pittsburgh untersuchen seit einiger Zeit eine erstaunliche, neue Behandlungsmethode: Sie betrachten das Gehirn als eine Art Muskel, den man trainieren kann. Bei depressiven Menschen sei dieser Muskel in Teilen verkümmert.

Greg J. Siegle, Professor im Bereich Psychiatrie und Psychologie, sagte dem „Wall Street Journal“: „Die Lösung ist, diesen verkümmerten Muskel wiederherzustellen.“

Einige Programme schaffen das mit kleinen Computerspielen, die helfen, einzelne Bereiche des Gehirns emotional zu regulieren. Andere zeigen dem Erkrankten, wie er negative Reize ausschalten kann, um sich selbst vor negativen Emotionen zu schützen. Wie bei einem normalen Muskel im menschlichen Körper soll das Gehirn also aufgebaut und in seiner Arbeitsweise optimiert werden.

Die Forschungen abseits von Antidepressiva und Therapie sind relativ neu und zeigten bislang durchwachsene Ergebnisse. Dazu kommt, dass sich die Gehirne von Depressiven voneinander unterscheiden können. Somit kann ein Programm dem einen Erkrankten helfen, dem anderen nicht. In Deutschland leiden etwa fünf Prozent der Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren unter Depressionen.

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