Meditation gegen Depression

Kostenloses Training für chronisch depressive Menschen. Universität Trier sucht Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Depressive Störungen gehören zu den Hauptursachen gesundheitlicher Beeinträchtigungen und sind eine der häufigsten psychischen Störungen. Viele Betroffene leiden über Jahre hinweg an einer chronischen Depression. Andauernde Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit können das private und berufliche Leben stark einschränken. Negative Gedanken und übermäßige Selbst-Kritik schlagen sich häufig zusätzlich auf die Stimmung nieder.

Die Universität Trier lädt zur Teilnahme an einer Studie ein, welche die Wirksamkeit eines spezifischen kognitivverhaltenstherapeutischen Meditationsprogramms in Bezug auf die Be-handlung chronischer Depression überprüft. Außerdem soll der Einfluss des Trainings auf Bereiche wie Selbstwert, Achtsamkeit, Emotionsregulation und Grübeln untersucht werden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlernen verschiedene achtsamkeitsbasierte Techniken zur Reduktion von depressiven Verstimmungen und verstärkter Neigung zum Grübeln. Außerdem erhalten sie Anregungen zur kognitiven Umstrukturierung zur Entwicklung positiver Beziehungen zu anderen Menschen und zu sich selbst. Informelle Übungen und Gruppen-Diskussionen ergänzen die vermittelten Inhalte. Über einen Zeitraum von elf Wochen finden einmal wöchentlich ca. 2-stündige Gruppensitzungen sowie eine Intensiv-Trainingssitzung in der Psychotherapeutischen  Ambulanz der Universität Trier statt. Zur Vertiefung des Erlernten ist darüber hinaus das regelmäßige Üben zu Hause erforderlich.

Das Meditationsprogramm erzielte im Rahmen eines Kooperationsprojektes der Universitäten Boston und Frankfurt/Main bereits vielversprechende Ergebnisse. Durch die Einbeziehung achtsamkeitsbasierter Techniken und Elementen aus der metta-Meditation konnte eine starke Verbesserung der Symptomatik bei chronisch depressiven Patienten erzielt werden.

Ab März 2015 bietet die Abteilung für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Trier um Prof. Dr. Wolfgang Lutz im Rahmen einer Studie die kostenfreie Teilnahme an einem Achtsamkeitsbasierten Self-Compassion Training an. Elf Wochen lang wird das Training angeboten, um wieder mehr Lebensqualität entwickeln zu können. Wie gut das gelingt, wird einmal pro Woche über Fragebögen am PC erhoben.

Die Universität Trier sucht Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bei denen eine andauernde Depression diagnostiziert wurde, aber keine schwerwiegende andere psychische Erkrankung vorliegt. Bei chronischer Depression fühlen sich Betroffene über mindestens zwei Jahre durchgängig an mehr als der Hälfte der Tage niedergeschlagen oder antriebslos. Dazu können häufig Schlaf- und Konzentrationsstörungen, aber auch Gefühle der Hoffnungs- oder Wertlosigkeit auftreten.

Kontakt:
M Sc Kathinka Wolter
Klinische Psychologie und Psychotherapie
Universität Trier – Fachbereich I – Psychologie

E-Mail: wolteruni-trierde 
Telefon: 0651/201-3294

 

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