Kognitive Verhaltenstherapie bei Sozialer Phobie

Obwohl Soziale Phobien sehr verbreitet sind, werden sie oftmals nicht erkannt. Die Gründe hierfür liegen zum ei- nen in der hohen Komorbidität mit anderen psychischen Störungen.

Zum anderen ist die Abgrenzung von anderen psychischen Störungen (Depression, Agoraphobie) und subklinischen sozialen Ängsten häu g nicht einfach. Aktuelle Metaana- lysen zeigen, dass die kognitive Verhaltenstherapie die in ihrer Wirksamkeit am besten abgesicherte psychologische Behandlungsform bei Sozialer Phobie ist. Allerdings sind die hierbei erzielten Effektstärken über die Studien hinweg insgesamt verbesserungsbedürftig. Die eher moderaten Ef- fektstärken in den Metaanalysen sind darauf zurückzuführen, dass bislang eine Vielzahl älterer Studien (teilweise vor 1980) eingeschlossen werden und die in den letzten Jahren erzielten Verbesserungen eine viel zu geringe Gewichtung erhalten. So wurde die kognitive Therapie nach dem Modell von Clark und Wells – die durchweg sehr hohe Effektstärken erzielte – erst in den letzten Jahren in sieben randomisierten, kontrollierten Therapiestudien evaluiert. In diesem Überblick wird der Therapieansatz nach Clark und Wells sowie das Wesen des Konzeptes re ektiert. Dabei wird der Rolle der Informationsverarbeitung bei der Aufrechterhaltung sozialer Ängste ein besonderer Stellenwert eingeräumt.

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