Jeder braucht Berührung

In den 40er-Jahren mussten viele Säuglinge in Europa in Waisenhäuser. Beunruhigend viele dieser Waisenkinder zeigten Wachstumsstörungen, konnten nicht mit anderen Kindern interagieren oder welkten ohne ersichtlichen Grund dahin und starben schließlich. Sie wurden ausreichend ernährt, gekleidet und behütet. Ein Arzt names Dr. Spitz ging der Sache auf den Grund und fand heraus, dass die Gedeihstörungen auf mangelnden menschlichen Körperkontakt zurückzuführen waren. Das Pflegepersonal versorgte die Kinder zwar mit Essen, aber nicht mit Körperkontakt.

Diese frühen Erkenntnisse sind durch zahlreiche Studien der Psychologin Tiffany Field und ihrer Kollegen bestätigt worden. Eine dieser Studien kam zu dem Ergebnis, dass Frühgeborene, die rebmäßige Massen erhielten, mehr an Gewicht  zunahmen als diejenigen, denen man nur die standardmäßige medizinische Versorgung angedeihen ließ. Im Rahmen anderer Studien beschäftigte man sich mit normalen Säuglingen, mit HIV oder einer Kokainabhängigkeit geborenen Säuglingen und Kleinkindern mit Diabetes, Essstörungen und Asthma. Säuglinge und Kinder, die regelmäßig massiert werden, produzieren weniger Stresshormone und haben weniger Angst als ihre nicht massierten Altersgenossen. Als weitere Vorteile stellten sich eine geringere Schmerzempfindlichkeit, eine erhöhte Aufmerksamkeit und ein besserer Immunschutz ein.

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