Expositionstherapie – Beispiele für Übungen

Ängste angehen
Von Zahlreichen klinischen Studien und in der ganzen Welt verwendet,  ist das Prinzip >>sich seinen Ängsten stellen, bis die Angst nachlässt<< einer der Eckpfeiler der Kognitiven Verhaltenstherapie.

Mittelpunktsübungen
– in öffentlichen Verkehrsmitteln während der Fahrt oder beim Aussteigen sich gegenseitig etwas zurufen und dabei unbedingt die Reaktionen der anderen wahrnehmen
– in größeren Geschäften oder auf der Straße sich gegenseitig etwas zurufen, die Situation als „provozierten Streit“ oder als eine „Wiedersehens-Szene“ gestalten
– in Cafés und Restaurants hineingehen, sich in diesen umsehen und wieder hinausgehen

Ansprechübungen
– kurzes, einfaches Ansprechen auf der Straße mit Fragen nach Uhrzeit, Wegen, Geschäften usw.
– komplexeres Ansprechen, bei dem z.B. mehrfache Informationsfragen gestellt werden oder nochmals nachgefragt wird (z.B. eine fremde Person ansprechen und darum bitten, eine Skizze des Wegs anzufertigen, den man gehen müsste oder in einem Geschäft die Verkäufer dazu motivieren, ein Kleidungsstück selbst anzuprobieren)

Forderungen stellen
– in größeren Geschäften Beratungsgespräche führen, bei denen die Betroffenen erst über reine Sachinformationen versuchen sollen, die Verkäufer möglichst lange in Anspruch zu nehmen bzw. persönliche Meinungen/Stellungnahmen der Verkäufer erfragen

Blamierübungen
– in Beratungsgesprächen unwissend verhalten (die meisten Betroffenen gehen nur dann in Geschäfte, wenn sie exakt wissen, was sie möchten), nach Sonderangeboten oder Billigprodukten fragen, sich bei Banken über die Möglichkeiten, geringe Geldbeträge anzulegen, zu informieren usw.
– in einem Lebensmittelgeschäft an der Kasse die Verkäuferin bitten zu warten und einer zweiten Person zurufen, sie solle das fehlende Stück holen
– in einem Geschäft an der Kasse wegen „Geldmangels“ etwas zurückstellen lassen

Lokale und Restaurants
– in Lokale hineingehen, sich in der Mitte hinsetzen, den Kellner rufen, etwas bestellen, den Kellner zum Bezahlen rufen (bzw. sich bemerkbar machen), sich die Rechnung auflisten lassen, eine Rechnung fürs Finanzamt fordern
– in einem Lokal zu jemand hinzusetzen, aber kein Gespräch anfangen, am Tisch absichtlich Fehler machen (z.B. etwas fallen lassen, ausschütten, einen Stuhl beim Aufstehen umwerfen

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