E-Zigarette

E-Zigaretten: Weniger Abhängigkeit, dafür aber mehr Auftreten von Angstzuständen

Elektronische Zigaretten haben auf die menschliche Gesundheit teilweise noch schlimmere Auswirkungen als das Verbrennen von herkömmlichem Zigarettentabak. Das haben Forscher des zum Nationalen Forschungsrats CNR gehörenden „Istituto di Neuroscienze“ in Zusammenarbeit mit der Universität Statale di Milano in einer neuen Studie herausgefunden.

Getestet wurde an zwei Gruppen von Labormäusen, denen zwei Monate lang die gleichen Nikotinmengen aus elektronischen und normalen Zigaretten verabreicht wurden. „Es hat sich gezeigt, dass das Einatmen von Elektronik-Zigarettenrauch zwar weniger Abhängigkeit und kognitives Defizit erzeugt“, erklärt Projektleiterin Cecilia Gotti. Im Gegenzug sei jedoch ein stärkeres Auftreten von Angstzuständen und zwanghaften Verhaltensweisen festgestellt worden. Dieses Phänomen trat selbst längere Zeit nach dem Absetzen des Nikotins auf.

„Hinzu kommt die Tatsache, dass im Substrat der elektronischen Zigaretten zahlreiche nicht registrierte und in ihrer Wirkung unbekannte Zusatzstoffe eingearbeitet sind“, sagt die italienische Wissenschaftlerin. Deshalb seien Vorschriften und Kontrollmechanismen erforderlich, die die Elektronik-Zigarette zu einer echten Alternative zum konventionellen Rauchen werden lassen. Allein in Italien sind jedes Jahr 70.000 auf den Tabakkonsum zurückführbare Todesfälle zu beklagen.

Einzelheiten der wissenschaftlichen Untersuchung sind in der Fachzeitschrift „European Neuropsychopharmacology“ nachzulesen.

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