Archiv der Kategorie: Medikamente

Information zu Medikamenten

Paracetamol: Schmerzmittel lindert Ängste

Eigentlich ist Paracetamol ein Mittel gegen körperliche Schmerzen. Kanadische Forscher fanden jetzt jedoch heraus, dass der Wirkstoff offenbar auch seelische Schmerzen lindern kann. Ihre Studie deute darauf hin, dass Paracetamol gegen Ängste helfe, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Psychological Science. Paracetamol: Schmerzmittel lindert Ängste weiterlesen

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Antidepressiva haben überraschende Wirkung

Ein Forscherteam hat Medikamente gegen Depressionen unter die Lupe genommen. Das verblüffende Ergebnis: Viele Antidepressiva haben eine bislang unbekannte Eigenschaft.

Wissenschaftler haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von Depressionen entdeckt: Eine Begleitwirkung vieler gängiger Antidepressiva könnte eine der Hauptwirkungen sein. Viele gängige Medikamente gegen Depressionen mindern ganz nebenbei auch den Gehalt des fettähnlichen Stoffes Ceramid in Nervenzellen, wie das Team unter Leitung deutscher Mediziner beobachtet hat. „Doch genau dieser Effekt scheint in Wirklichkeit eine zentrale Rolle zu spielen, um wieder in eine positive Stimmung zu kommen“, sagte einer der beiden Hauptautoren der siebenjährigen Studie, Johannes Kornhuber von der Universität Erlangen-Nürnberg.

Wie die Wissenschaftler bei Mäusen herausfanden, hemmt Ceramid die Bildung neuer Nervenzellen in einem besonderen Bereich des Gehirns, dem Hippocampus – eine bislang völlig unbeachtete Wirkung. Werde Ceramid reduziert, könnten sich neue Nervenzellen bilden und die Stimmung verbessere sich wieder. Lassen sich die Aussagen bestätigen, hätten die Forscher zugleich eine neue Ursache der Krankheit entdeckt. „Unsere Annahme ist, dass es bei Depressionen zu viel Ceramid gibt“, sagte Kornhuber, der die Abteilung Psychiatrie am Universitätsklinikum Erlangen leitet. Auch Stress könne die Neubildung von Nervenzellen verhindern.

Therapie soll auf Menschen übertragen werden

Bislang sei man davon ausgegangen, dass in erster Linie eine reduzierte Signalübertragung im Gehirn Depressionen auslöse, erläuterte Kornhuber. Die stimmungsaufhellende Wirkung der bekannten Medikamente wurde deshalb sogenannten Botenstoffen zugeschrieben, die diese Blockade lösen. „Botenstoffe wirken aber schnell; eine Verbesserung müsste somit innerhalb weniger Stunden einsetzen“, erklärte Kornhuber. Tatsächlich wirkten Antidepressiva aber erst nach mehreren Wochen. „Das war schon ein Hinweis auf weitere Wirkmechanismen.“

Die bislang im Tierversuch erprobte Therapie soll in einem nächsten Schritt auf Menschen übertragen werden. „Wir sind da sehr zuversichtlich“, sagte Kornhuber. Bei neuen Medikamenten könne die Begleitwirkung nun zur Hauptwirkung gemacht werden. Bis ein neues Mittel genehmigt werde, vergingen allerdings mehrere Jahre.

Ihre Studie haben die Forscher unter Leitung von Kornhuber und Erich Gulbins von der Universität Duisburg-Essen im Fachblatt „Nature Medicine“ vom Juni veröffentlicht.

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Neue Studie widerlegt bisherige Annahmen: Der Serotoninspiegel in Verbindung mit SSRI-Medikamenten erhöht die Intensität der Sozialen Phobie

Bislang gingen klinische Studien davon aus, dass Betroffene von sozialen Ängsten (Soziale Phobie) ein zu geringes Serotoninniveau (ein Neurotransmitter im Gehirn) hätten, weshalb bestimmte Medikamente der SSRI-Reihe eingesetzt wurden. Neue Studie widerlegt bisherige Annahmen: Der Serotoninspiegel in Verbindung mit SSRI-Medikamenten erhöht die Intensität der Sozialen Phobie weiterlesen

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Schaden Neuroleptika mehr als sie nutzen?

Antipsychotika wirken am besten bei schweren Psychosen. Bei milden Formen ist das nicht unbedingt der Fall, wie japanische Forscher herausgefunden haben – die Nebenwirkungen fallen hier viel mehr ins Gewicht. Schaden Neuroleptika mehr als sie nutzen? weiterlesen

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Tabletten-Abhängigkeit: Das Zeug verliert nicht die Lust an dir

Benzodiazepine helfen gegen Angstattacken. Aber sie können süchtig machen. Besonders wenn man sie zu lange und unkontrolliert einsetzt. Dann muss man ständig die Dosis erhöhen, damit sie überhaupt noch wirken. Der Erfahrungsbericht eines Tablettenabhängigen. Tabletten-Abhängigkeit: Das Zeug verliert nicht die Lust an dir weiterlesen

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Benzodiazepin Umrechnungstabelle

Benzodiazepine sind bicyclische, das heißt aus zwei ringförmigen Grundkörpern bestehende, organische Verbindungen. Einige Vertreter der Gruppe finden in der Medizin Verwendung als angstlösende, zentral muskelrelaxierende, sedierend und hypnotisch (schlaffördernd) wirkende Arzneistoffe, sogenannte Tranquilizer. Benzodiazepin Umrechnungstabelle weiterlesen

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Neuroleptika | Wenn Psychopillen das Gehirn schrumpfen lassen

Mittel gegen Schizophrenie haben offenbar schwerere Nebenwirkungen als lange angenommen. In einem Fachartikel äußern Psychiater nun ihre Besorgnis. Wann tragen die Leitlinien den Risiken Rechnung? Neuroleptika | Wenn Psychopillen das Gehirn schrumpfen lassen weiterlesen

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Neues Medikament soll Depressionen innerhalb von 24 Stunden bekämpfen

Depressionen sind tückisch – haben sich Betroffene aus ihrem Tal gekämpft, besteht leicht die Gefahr wieder hineinzugeraten. Zudem ist eine medikamentöse Behandlung oft langwierig. Doch Forscher haben nun eine neues Antidepressivum getestet, das Hoffnung macht. Neues Medikament soll Depressionen innerhalb von 24 Stunden bekämpfen weiterlesen

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Chronische Angsterkrankungen: Langzeitbehandlung oft erforderlich

Allgemeine Überlegungen zur Pharmakotherapie

Das klinische Bild von Angststörungen ist sehr unterschiedlich. Allerdings ist allen Krankheitsformen eines gemeinsam: Sie zermürben den Patienten und schränken ihn in seinem psycho-sozialen Aktionsradius erheblich ein. Bei starker Beeinträchtigung ist eine medikamentöse Therapie indiziert. Hierfür steht eine Reihe von Substanzen zur Verfügung, die von der Therapie der Depression bekannt sind. Aufgrund der guten Wirksamkeit, des günstigen Nebenwirkungsprofils und der Sicherheit sind mehrere SSRIs als First-Line-Therapeutika für die Behandlung der meisten Krankheitsformen anzusehen. Chronische Angsterkrankungen: Langzeitbehandlung oft erforderlich weiterlesen

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Medikamentöse Behandlungsangebote Angsterkrankung

In der Behandlung von Angsstörungen werden überwiegend Antidepressiva eingesetzt, weil diese nicht nur die Angst lindern, sondern auch die Stimmung aufhellen und den Antrieb stärken. Antidepressiva machen nicht abhängig und schränken die Leistungsfähigkeit nicht ein. Medikamentöse Behandlungsangebote Angsterkrankung weiterlesen

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