Angststörung: Was vor der Haustür lauert

Während des Studiums wurde aus meiner Angst, zu versagen, eine soziale Phobie. Ein Antidepressivum machte alles noch schlimmer. Ich musste mir selbst helfen.

Angststörungen betreffen mehr Menschen als ich je gedacht hätte und leider bin ich eine davon. Vor eineinhalb Jahren fing es an. Ich bekam Angst vor sozialen Situationen, Angst vor meiner Scham. Schon beim Verlassen meiner Wohnung schlug mein Herz plötzlich schneller, meine Hände wurden feucht und meine Harnblase fühlte sich an wie eine tickende Zeitbombe. Ich hatte das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Es waren also alle typischen Symptome einer sozialen Phobie vorhanden.

Ich studiere Medizin, der Stresspegel ist sehr hoch. Vor allem in der ersten Phase, der Vorklinik, hatte ich das Gefühl, in einem Willkürsystem zu stecken. Ich wusste oft nicht, wer mich wann prüfen würde, ja, ob ich überhaupt geprüft würde. Auch die Laune des Prüfers war ausschlaggebend für den Erfolg. Ich konnte mich nie daran gewöhnen. In meinem Kopf dominierte immer die Angst, zu versagen.

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